OpenOffice 3.0 beta steht zum Testen bereit. Die Fertigstellung ist für das dritten Quartal 08 geplant. Neben den allgemeinen Arbeiten der Entwickler, die OOo 3 schneller, modularer und leichter zu warten machen sollen, gibt es einige große Projekte, die OOo 3.0 besser machen als seine Vorgänger.
Mit der Versionsnummer, ändert sich auch die Lizenz, nun stehen Openoffice unter der GNU Lesser General Public License Version 3 (LGPLv3).
Die bisherige Lizenz LGPL Version 2 schränkte die Möglichkeiten für Entwickler in wichtigen Dingen ein. Bisher war es zum Beispiel nicht erlaubt, proprietären Code zur Laufzeit dem LGPL Code beizufügen.
Wer die Beta Version gleich mit einigen Erweiterungen versehen will, der wird hier fündig.
Mit dabei ist ein Konkurrent für die Kommunikationszentrale Outlook. Der neue Personal Information Manager (PIM) soll E-Mail-Funktionen, lokale und serverbasierte Kalender sowie Aufgaben-Planer bündeln. PDFs lassen sich künftig in das Zeichenprogramm Draw importieren, mit Open Documents (ODF) zu einem Hybrid-PDF kombinieren oder als Langzeit-Archiv speichern (PDF/A).
Ferner basteln die Entwickler derzeit an Web-2.0-Schnittstellen, mit denen sich Informationen mit Blogs oder Wikis leicht austauschen lassen sollen. Eine neue Chart-Engine samt Assistent sorgt für hübschere Grafiken und Diagramme. Dank Unterstützung von Microsofts Open XML versteht sich OpenOffice auch künftig mit der Microsoft-Konkurrenz. Schließlich versprechen die Entwickler einige neue Erweiterungen (Extensions) für ihre Suite.
Geboten werden auch neue Icons die ein "frischeres" Aussehen haben sollen, und ein neues Kontrollelement für die Darstellungsgröße in der Statusleiste. Daneben bringt OpenOffice.org 3.0 zahlreiche neue Features. In der Tabellenkalkulation Calc gibt es erstmals eine Komponente zur Lösung von Optimierungsproblemen. Gemeinsame Arbeit an einer Tabelle soll durch das gleichzeitige Nutzen eines »Arbeitsbuches« möglich werden. Die Zahl der Spalten pro Arbeitsblatt darf nun bis zu 1024 betragen.
Die Textverarbeitung Writer unterstützt Notizen besser und kann mehrere Seiten während der Bearbeitung darstellen. Auch das Programm zum Erstellen von Diagrammen, Chart, wurde in zahlreichen Punkten verbessert. Vor allem können Unsicherheitsspannen in frei definierbaren Formaten angezeigt und Regressions-Gleichungen verwendet werden. Das Zeichenprogramm Draw und das Präsentationsprogramm Impress können Bilder nun besser beschneiden.
OpenOffice.org 3.0 unterstützt die kommende Version 1.2 des Standards OpenDocument Format (ODF) und kann Dateien lesen, die mit MS-Office 2007 oder MS-Office 2008 für Mac OS X erstellt wurden. Die älteren binären Formate von MS-Office werden natürlich weiterhin unterstützt.
Erstmals wird OpenOffice.org in Version 3.0 unter Mac OS X ohne X11 laufen und sich an die Aqua-Oberfläche anpassen. Unter Mac OS X wird VBA teilweise unterstützt. Auch auch die Bedürfnisse von behinderten Anwendern wird unter Mac OS X besser eingegangen, in dem die Barrierefreiheits-
Installation: OpenOffice 3.0 beta wird zuerst in englischer Sprache angeboten. Deutsche oder andere Sprachen können jedoch ohne grössere Probleme ausgewählt werden.Der Download der erforderlichen Dateien befindet sich auf den meisten Mirror Servern im Unterverzeichnis /extended/
Unter Debian/Ubuntu wird das Programm am einfachsten mit dpkg -i *.deb automatisch in das Unterverzeichnis /opt/openoffice.org3 installiert. Eine bestehende Openoffice Installtion wird davon nicht betroffen, der Programmstart kann dann direkt über /opt/openoffice.org2/./soffice erfoglen.
Information und Download: Projektseiten