Der österreichische Internet Provider CHELLO übertreibt nicht nur mit den angeblich angebotenen Bandbreiten. Ab August wurde eine sogenannter Sitefinder Dienst eingebaut. Was zuerst einige Kunden verwunderte, stellt sich anscheinend für den Betreiber als lukratives Geschäft mit Userdaten heraus.
Chello Kunden (UPC,Chello, Inode, Telesystem) die sich bei der Angabe einer Webadresse vertippen, werden nun auf eine Chello Seite mit Suchergebnissen umgeleitet. Das klingt ja recht nett und soll auch als "Kundenfreundlich" verkauft werden. Dabei darf aber nicht übersehen werden, dass es sich bei dieser Seite um eine von Chello aufbereitete Ausgabe handelt. Der Provider bestimmt in diesem Fall mit, was als Suchergebnis in Frage kommt.
Andere Provider die ähnliches mit ihren Kunden machten, mussten nach Protesten diese Dienste vom Netz nehmen. Gegenüber der Online Redaktion von Heise erklärte ein Sprecher des Provider, es würde sich dabei um einen Testlauf handeln. Eine Deaktivierung für die einzelnen Kunden wäre zwar möglich, aber eben umständlich.
Jetzt könnte man sich fragen, warum macht Chello so etwas, ist das nicht nett von Chello, die helfen dem User doch damit ? Falsch. Auf diese Art werden Userdaten (welche Begriffe werden gesucht, welche Seiten angesurft, etc) von Chello erfasst und auch weiter gegeben. Der Dienst läuft über einen Host nxr.chello.at. Dieser wiederum versendet die Daten sicher nicht zum Spass nach............. Amerika, vermutlich direkt zu diversen Datenbrooker . Linux User die mal das nachvollziehen wollen, können mit einem traceroute nxr.chello.at den Lauf der Daten folgen.
Auch das Ausliefern von "Suchergebnissen" stellt eine fragwürdige Leistung dar. Wer uto.at in seinen Browser eintippt, will nicht unbedingt bei BMW oder Mercedes landen.