Im Zeitalter des sogenannten "Web 2.0" oder der sich selbst als "sozial" bezeichnenden social networks, beginnt man sich zu fragen, sind die Menschen nur ahnungslos oder ist es ihnen egal. Täglich füttern hunderttausende Facebook und Konsorten mit Daten, die sich in falschen oder richtigen Zusammenhang irgend wann als peinlich heraus stellen können.
Das Internet mag schnellebig sein, aber es vergisst nicht. Was heute noch lustig ist, mag in einem oder zwei Jahren peinlich sein, kann aber noch immer aufgefunden werden. Facebook hat damit begonnen, die User zu durchleuchten und aus ihren Informationen Kapital zu schlagen. Websites wie Dscover.me, Sitesimon.com oder Voyurl.com gehen bereits einen Schritt weiter. Laut einem Bericht der New York times, bieten diese Websites die totale Überwachung des Users, sowie die Veröffentlichung seiner Online Zeiten an. Für die Betreiber dieser Sites ist das normal und nur logisch, man will ja wissen, was seine "Freunde" so treiben.
Während die neuen Services von Datenschützern bereits heftig kritisiert werden, glauben die Betreiber, dass die sich die User schnell an die neuen Angebote gewöhnen werden. Schließlich sei in den Anfangstagen Facebooks auch der Newsfeed, der die Statusmeldungen der anderen User anzeigt, als Angriff auf die Privatsphäre gedeutet worden.
Zitat: "Bekanntlich ist das heute völlig anerkannt und vor allem junge Leute werden einfach akzeptieren, dass ihre Leben völlig transparent sind"