Mit Koffice 2.0 wurde nun das KDE Office Programm nicht nur auf QT4 portiert sondern nach Meinung der Entwickler auch sehr viel moderner gestaltet. Wie jedoch bereits längere Zeit bekannt, werden bei der ersten version noch einige Funktionen fehlen.
Das KDE Projekt scheint eine eigene Politik bei der Veröffentlichung von Versionen zu verfolgen. War es bisher üblich, unfertige Versonen mit einer 0.x Nummer zu versehen, so wird auch bei Koffice 2.0 ähnlich wie bei KDE 4.0 die "Bananenpolitik" fortgesetzt. Das Produkt soll beim Anwender reifen. Die Entwickler raten auf ihren Projektseiten ausdrücklich vor dem Einsatz in Produktivumgebungen ab. Dies nicht nur weil eben noch möglicherweise wichtige Funktionen fehlen, sondern weil das Produkt noch als nicht ausgereift angesehen wird. Schöne Grüsse von KDE 4.0. KOffice 2.0 gilt als "Plattformveröffentlichung", auf die die nächsten Versionen aufbauen sollen. Erst Version 2.1 oder 2.2 sollen auch für Produktiveinsatz verwendbar sein.
Wer KOffice 2.0 testen will, der findet auf den Projektseiten Binarys für Ubuntu, Gentoo oder Opensuse. Unter Opensuse werden die Packete im Factory Zweig angeboten, was auch gleich ein Update auf KDE 4.2.86 (KDE4.3 Beta) mit bringt. Das kann dann auch mal rund 700 MB Download bedeuten.
In Koffice 2.0 enthalten ist die Textverarbeitung KWord, die Tabellenkalkulation KSpread, die Präsentationsanwendung KPresenter, das Zeichenprogramm Krita, das Vektorgrafikprogramm Karbon und die Projektverwaltungs-Software KPlato.
Hingegen werden das Datenbankprogramm Kexi und der Diagramm-Editor Kivio voraussichtlich erst in KOffice 2.1 wieder dabei sein. Das von allen Komponenten verwendete Plugin KChart ist ebenfalls Bestandteil der Veröffentlichung.
KOffice wurde nicht überarbeitet, sondern grossteils neu geschrieben, um deutlich flexibler zu werden, als es KOffice 1.x war. Dabei soll vor allem die Integration der einzelnen Komponenten verbessert worden sein. Die Software verwendet sogenannte Flakes. Das sind "Formen", die in den einzelnen Anwendungen zur Verfügung stehen und Inhalte wie Texte enthalten. Mehrere Formen lassen sich kombinieren und der Nutzer kann die einzelnen Formen drehen. Jede Form soll sich in jeder KOffice-Anwendung nutzen lassen.
Lobenswert erscheint, nun verwendet auch KOffice 2.0 das offene Dateiformat ODF und verzichtet auf ein eigenes Format
KOffice Projektseite und Download: Kofice.org |