Der am längsten amtierende Staatspräsiden ist nun offiziell zurückgetreten. Cuba hat einen neuen Staatschef, den aber ebefalls nicht mehr jungen Bruder Fidel Castros, Roul Castro (76). Die Meinungen über Fidel Castro und sein Regime sind geteilt, doch hat sich noch kein Staatschef so lange wie er an der Spitze gehalten.
Je nachdem wen man fragt, bekommt man sehr unterschiedliche Meinungen über Fidel Castro.
Bei den Kubanern gibt es eine überwiegende Zustimmung zu ihrem charismatischen (Ex)Führer. In Mittel- und Südamerika zählt der "Máximo Líder" Millionen von Fans und Anhängern. Unumstritten sind die Erfolge der Revolution, wie das hervorragende, steuerfinanzierte Schulsystem und ein Gesundheitswesen, das seinesgleichen sucht und sogar manchen wohlhabenden US Büger zur Behandlung nach Cuba reisen lässt.
Nach der Revolution waren fast die Hälfte der damals 6000 Ärzte in die USA oder nach Mexiko geflüchtet. Heute sind es 50 000. Damit sind die Bürger Kubas besser medizinisch versorgt und besser ausgebildet als die Bürger der umliegenden Karibikstaaten. Für fast alle Kubaner war die Revolution ein sozialer Aufstieg und Ihre Situation hat sich zum vorherigen Leben gebessert. Für die älteren, die sich noch an die siegreiche Revolution erinnern ein Held, war Fidel Castro für viele jüngeren jedoch ein "Überbleibsel" aus der Vergangenheit.
| Fidel Castros Reden waren lang, manche auch 10 Stunden. |
Verlierer der Revolutionwaren die wohlhabenden Kubaner, die in Folge der Umverteilungen nach der Revolution Ihre Güter verloren. Sie waren und sind die erbitterten Feinde Fidel Castros und agieren mit allen Mitteln gegen die Cubanische Revolution und vor allem ihrem Führer Fidel Castro. In der Mehrzahl sind Sie als direkte Folge der Revolution in die USA - nach Florida - ausgewandert. Sie beklagen das Fehlen von politischen Freiheiten und den wirtschaftlichen Niedergang Kubas
Fidel Castro bekam bald den Zusatztitel "Lieblingsfeind der USA", die es scheinbar nicht verkraften können, einen kleinen Inselstaat vor der Haustür zu haben, der sich einfach nicht unterkriegen lässt.
Bis noch vor einigen Jahren unternahm Fidel Castro ständig Reisen durch den kleinen Inselstaat und lies keine Gelegenheit aus, direkt mit der Bevölkerung in Kontakt zu treten. Kaum ein anderer Staatschef wurde von seiner eigenen Bevölkerung derart intensiv wahrgenommen wie Fidel Castro. Händeschütteln, Schulterklopfen und Gespräche mit Arbeitern oder Bauern waren das Elixier das den zum Schluss bereits von Krankheit gezeichneten "El Chefe'" jung hielten.
Castro wurde von unterschiedlichen internationalen Organisationen vorgeworfen, Verletzungen der Menschenrechte in Kuba zumindest zu dulden. Die Todesstrafe wurde zwar für einige Jahre ausgesetzt, jedoch nicht abgeschafft. Wie das mit einem "Fortschrittlichen Sozialismus" vereinbar ist, sollte man noch schnell Herrn Castro (oder seinen Bruder) fragen. Auch die Frage der Einhaltung der Menschenrechte war und ist auf Cuba nicht geklärt. Menschenrechtsorganisationen werfen der Regierung verstärkt Verletzungen der Menschenrechte vor. Auch die Informationsfreiheit ist nicht gegeben, da sogar Internetzugang nur beschränkt möglich ist.
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Roul Castro, Bild Mitte. Es bleibt nun Abzuwarten, ob Roul Castro in die Fusstapfen seines Bruders tritt, oder ob Cuba bald der 51. Bundesstaat der USA wird.
| Fidel Castro Ruz wurde am 13. 08. 1926 in der Provinz Oriente (der heutigen Verwaltungsprovinz Holguin) auf Kuba geboren. Über das Geburtsjahr gibt es einige Ungereimtheiten - manche führen auch das Jahr 1927 an. Seine Eltern, Ángel Castro Argiz, und Lina Ruz González, ein spanisches Emigrantpaar aus Lugo in Galizien. Ángel Castro war ein reicher Zuckerrohrplantagenbesitzer und konnte Fidel und seinem Bruder Raul eine unbeschwerte Kindheit ermöglichen. |
Informationen Cuba Wikipedia