Die einen bezeichnen sie halb scherzhaft als "Schluchtenscheisser", die anderen gar als "räuberisches Bergvolk" Gemeint ist damit kein afrikanisches Vok, sondern die Bewohner eines kleinen mitten in Europa gelegenen Landes mit Namen Österreich.
Aber sind sie, die Österreicher, wirklich so viel anders, als der Rest Europas ? Eine aktuelle im Standard (www.derstandard.at) veröffentlichte Umfrage zeigt einige bedenkliche Erscheinungen innerhalb der österreichischen Bevölkerung.
Diese Umfrage zeigt, die Österreicher sind Autoritätsgläubig statt liberal, ausländerfeindlich statt weltoffen.
Ein Fünftel der Bevölkerung kann sich sehr oder ziemlich gut vorstellen, "einen starken Führer zu haben, der sich nicht um ein Parlament und um Wahlen kümmern muss" .
Bilder von derstandard.at
Vor allem verwunderlich ist noch ein überraschendes Ergebnis: Mittlerweile sieht es die Hälfte der Österreicher (exakt 51 Prozent) für gut an, wenn "Experten und nicht die Regierung darüber entscheiden, was für das Land das Beste ist" . Und sechs Prozent halten es gar für erstrebenswert, dass "das Militär das Land regieren" sollte. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren fand diese Vorstellung bloß ein Prozent verlockend.
Starker Mann gefragt Glaubt man der Studie, so sehnen sich nicht wenige Österreicher wieder nach dem "Starken Mann" der sagt wo es lang geht. Sichtbar wird dies auch, durch ein sinkendes Interessan an Politik oder Zusammenhänge des Geschehens rundum, weil eben selbst die Demokratie nicht mehr unumstritten sei. Die Demokratie wird als "Entscheidungsschwach" gesehen. 1999, bei der letzten Befragung, konnten sich nämlich "nur" 15 Prozent der Landsleute vorstellen, von einem starken Mann angeführt zu werden.
Kein sehr gutes Bild, das hier von Österreich gezeichnet wird. Allerdings darf nicht verschwiegen werden, dass lediglich rund 1500 Personen befragt wurden. Jedoch zeigt die Erfahrung, dass sie durchaus die gängie Meinung an den Stammtischen aufzeigt und wer die wichtigsten Medien in Österreich (Kronen Zeitung) beobachtet, sieht das dies genau ihre Linie ist.
| Informationen und Daten sowie grafische Darstellungen stammen aus der Online Ausgabe des Standard. |