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Iran Internetüberwachung

internet.jpg Überwachungstechnologie wie sie auch in Europa eingesetzt wird, verwenden die Iranischen Machthaber derzeit erfolgreich um den Handy und Internetverkehr der Opposition zu kontrollieren und zu bespitzeln.

Kinderporno oder Terrorismus waren und sind immer das Argument, wenn in Deutschland oder Österreich neue Methoden zur Überwachung des Internet bzw. Handynetzes eingeführt werden. Auch der Iran lies von einer Siemens-Nokia Gruppe zur Verhinderung von "kriminellen Machenschaften" derartige Technologie einführen. Was nun kriminell ist, entscheiden auch dort nur die jeweiligen Machthaber. Und derzeit sind es eben jene, die den Ablauf der letzten Präsidentenwahlen für nicht korrekt halten.

Zuerst zogen die Mullahs bei zahlreichen unbequemen Webseiten den Stecker, damit diese nicht mehr erreichbar waren. Als das nicht den gewünschten Erfolg brachte, griff man zu härteren Methoden. Welche Inhalte einzelne Personen im Internet besuchen, wer welche E-Mail schreibt oder Fotos verschickt - all das lässt sich in einem hochmodernen Kontrollzentrum in Teheran verfolgen. Nach Angaben beteiligter Unternehmen kann das Regime Nachrichten auf Schlüsselworte durchsuchen, sie mitlesen und sogar verändern.

b_150_100_16777215_00___images_stories_iran_grosse_brueder.png Der deutsch-finnische Telekomkonzern Nokia Siemens räumte am Montag die Lieferung "relevanter" Bauteile ein. Sie sei in der zweiten Hälfte des Jahres 2008 erfolgt, sagte ein Sprecher in London.
Das Kontrollzentrum haben die Unternehmen beim iranischen Telekom-Regierungsmonopolisten im Rahmen eines größeren Vertrags für Netzwerk-Technologie installiert. Nach Angaben aus Siemens-Kreisen lässt sich mit dem installierten System nicht nur das Netz, sondern auch der Telefonverkehr überwachen. Da in Iran alle Kommunikationsstränge beim Staat zusammenlaufen, ist davon auszugehen, dass die Behörden Gespräche in weiten Teilen kontrollieren.

Danke Nokia, Danke Siemens, das ist Entwicklungshilfe.
Auf der Firmen-Webseite wird die "Intelligence Plattform" als Allzweckwaffe angepriesen. "Das Problem ist heutzutage nicht die Sammlung von Daten", heißt es dort, "sondern die Datenanalyse". Es gehe darum, "Punkte zu verbinden, Informationen in einen Zusammenhang zu stellen und Schlussfolgerungen hinsichtlich ihrer Bedeutung zu ziehen".

Längst ist es kein Geheimnis mehr, dass auch Geheimdienste Verbindungen zu Telekommunikationsfirmen unterhalten, um an vertrauliche Informationen zu kommen. So ist die Nokia-Siemens-Mutter Siemens mit den deutschen Nachrichtendiensten gut vernetzt. In Österreich tritt die Staatspolizei ein, sogar jeder einfache Polizist kann ohne lästige Angaben von Gründen Handys ausforschen lassen. Alles natürlich nur, um uns vor bösen bösen bösen kriminellen, oder Pornos, oder..... zu schützen.

Weitere Infos : Golem | Welt online




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Kommentare

  • Schickes Smartphone

    Klaus E. 18.05.2012 21:44
    Textil, Elektronic, egal. Hautpsache billig. Und die Politiker der EU sehen dabei zu, den so halten sie ...

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  • Schickes Smartphone

    Meister 17.05.2012 08:20
    Erstaunlich, daß wir in Europa nicht in der Lage sind, solche Geräte selber zu produzieren. Bei Autos ...

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  • URA auch für Onlinespeicher

    Meister 17.05.2012 08:12
    schön langsam wird der Computer zum Geldeinwurfauto maten.

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  • Schickes Smartphone

    Georg 16.05.2012 22:34
    Das gilt aber dann für alle Elektronikgerät e, ob aus China oder Indien.

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  • URA auch für Onlinespeicher

    Claudia S. 11.05.2012 10:05
    Es ist eben die Aufgabe einer Kulturministeri n, Geld für die Finanzierung von Musikantenstadl und ...

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