Ware Datenfundgruben können Facebook und andere sogenannte soziale Netzwerke sein. Aber die deutsche Polizei geht noch direkter vor, wenn es darum geht, den Bürger auszuspionieren, frei nach dem Motto "jeder ist verdächtig"
Wie die deutsche TAZ berichtet, wurden bei einer Demonstration Mitte Feburar in Dresden, breitflächig alle Handydaten, SMS, Bewegungsdaten, etc. von allen Personen im Umkreis aufgezeichnet und festgehalten. Darunter natürlich auch die Daten von Anwohnern und Anrainern, Journalisten, usw. deren Daten sich nun in lustiger Gesellschaft mit einigen hundert Demonstranten befinden. Wer wer ist interessiert nur insoweit, als jedes Handy einer Person zugeordnet wird. Den Bürgern von Dresden soll ja Bespitzelung und Überwachung nicht neu sein, aber mit derartig technischer Perfektion konnte die STASI zu Ostzeiten nicht aufwarten.
| Quelle:derstandard.at:Wie diese Form der Überwachung dann konkret eingesetzt wird, zeigt sich etwa an dem Beispiel von Christian Leye, Mitarbeiter des Bochumer Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen von der Linkspartei. Dieser wurde bei einer Blockadeaktion von der Polizei aufgeschrieben, in der folgenden Ermittlungsakte finden sich exakte Einträge wann er wo mit welcher Person telefoniert habe. Auf diese Weise sei ein vollständiges Bewegungsprofil erstellt worden, fasst Leye zusammen. |
Nach dem Motto, "wir wissen was du tust" (oder wir wissen wo dein Haus wohnt) zeigt nun der Staat mit neuen technischen Möglichkeiten seine Stärke gegenüber den Einzelnen. Wer fühlt sich nicht ertappt, wen ihm genau vorgesagt werden kann, wann er wo mit wem was an Information ausgetauscht hat. Galt bisher noch, "mir kann nix passieren, ich tue ja nix", so ergibt die riesige Fülle an Daten und Informationen die den Behörden zur Verfügung stehen, immer etwas an Material, wo für jeden gesuchten Anlass ein Indiz gebastelt werden kann.
"Aha Herr Huber, sie sagen sie würden niemals eine Auslage einschlagen.... hmmmm.... schon 3x in der Nähe von Demos gewesen...... hier mit dem Bruder vom Freund eines behördlich Bekannten telefoniert..... aha......."
Galt noch bei den alten Römern im Zweifelsfall für den Angeklagten, wo wird nun für jeden Zweifelsfall ein Datensatz mit Indizien zur Verfügung stehen. Die Menge macht es eben aus.
Weitere Infos: TAZ