In Österreich ist den Medien fad, darum haben sie die Politiker dazu animniert, sich über eine sogenannte "Reichensteuer" medienwirksam in die Haare zu kriegen. Ob Steuer Ja oder Nein wird sicherlich als Wahlkampfthema aufgehoben, was auch bedeutet, die Steuer kommt vermutlich so schnell nicht. So wird über wenige Reiche diskutiert, viele Arme werden einfach ignoriert.
Nun bevor jemand glaubt, man würde hier eine Logik folgen, und den Reichen mit Steuern Geld abnehmen, um es den Armen zu geben, muss hier gleich mal etwas klar gestellt werden. Laut Kanzler Werner Faymann soll sich der Steuersatz zwischen 0,3 und 0,7 Prozent für alle Vermögensanteile über einer Million Euro bewegen. (Im Vergleich dazu, in Frankreich beträgt der Steuersatz rund 1.8 %) Für 100.000 Euro über der Million wären also zwischen 300 und 700 Euro zu bezahlen. eignetlich ein Klax, die Einnahmen für den Staat würden daher nicht einmal die Abgänge fehlende Lohnsteuer Einnahmen im letzten Jahr ausgleichen. So sgesehen, Österreich wäre auch mit einer sogenannten Reichensteuer noch immer ein Paradies für Millionäre
Geld zur Bekämpfung der drohenden Armut für noch mehr Österreicher wäre damit wieder nicht vorhanden.
| Armut-EU Definition:Als verarmt sind jene Einzelpersonen, Familien und Personengruppen anzusehen, die über so geringe (materielle, kulturelle und soziale) Mittel verfügen, daß sie von der Lebensweise ausgeschlossen sind, die in dem Mitgliedstaat, in dem sie leben, als Minimum annehmbar sind.“ |
Mehr als 30 % aller Österreicher zahlen keine Steuern und das bedeutet aber nicht, dass sie mit KHG verwant sind oder dass sie Steuerzhinterzieher sind, sondern dass ihr Einkommen unter 1.100 EUR brutto liegt. Jeder Dritte ! Eine erschreckende Zahl für den angeblichen Sozialstaat Österreich. Und das trotz behaupteteter starker Gewerkschaften, Interessenvertretung und Beteuerung politischer Parteien. Andererseits steigt jährlich die Anzahl der Reichen in Österreich. Zuletzt um fast 14 % auf mehr als 80.000. Grotesk und beschämend für den fünft reichsten Staat der Welt.
74.000 Millionäre: Österreich hat rund 74.000 Millionäre, erhob der liechtensteinische Vermögensberater Valluga. Und: Das reichste Prozent der Österreicher besitzt 27 Prozent des gesamten Vermögens – und zahlt dafür vergleichsweise wenig Steuern.
Über 250.000 (manche Quellen nennen ein noch höhere Zahl) Kinder und Jugendliche in Österreich leben in Armut oder sind akut davon bedroht. Diese Zahl ist nicht neu, sie stammt aus dem Jahr 2010 und wurde von der Statistik Austria errechnet. Das Institut für Soziologie der Universität Wien hat erstmals einen detaillierten Bericht zur sozialen Lage von Kindern erstellt. Ein Ergebnis: Kinder mit Migrationshintergrund sind besonders armutsgefährdet.
Aber auch, wenn nur ein Elternteil berufstätig ist, ist das Armutsrisiko für Kinder hoch. Ein Einpersonenhaushalt ist dann armutsgefährdet, wenn das Einkommen bei 900 Euro pro Monat liegt. Lebt ein Kind mit im Haushalt, liegt dieser Wert bei 1.100 Euro - Familienbeihilfe und 13. und 14. Gehalt schon eingerechnet.
Weitere Infos und Quellen: orf.at