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Big Brother Award 2011

Unschuldsvermutung_275-kl.png"es gilt die Unschuldsvermutung", unter diesem Motto stand 2011 die Preisverleihung des Big Brother Awards. Dieser Preis wird jedes Jahr an Personen, Firmen oder Institutionen vergeben, die sich besonders um den Daten Missbrauch verdient gemacht haben, oder sich nachweislich um Datenschutz einen feuchten Dreck scheren.

 

Die Wahl war sicher nicht einfach, die Liste der Kandidaten sehr, sehr lang. Der Fakebook Erfinder Mark Zuckerberg, eigentlich Stamm Abonnement für solche Preise, bedarf keiner besonderen Erwähnung, ihm sei der einfache Titel "Lebenslanges Ärgernis" gegönnt.

Die wirklichen Gewinner sind jedoch meist Leute, die selber lieber im Hintergrund bleiben würden.
Ein besonderes Thema war diesmal der Antiterror-Populismus, der auch in Österreich immer weiter um sich greift. Kein Ereignis mag entweder zu tragisch, oder auch komplett aus dem Zusammenhang gerissen sein, dass es nicht eifrig für noch schärfere Bestimmungen her halten darf.
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So auch die Reaktion der ÖVP Politiker Johanna Mikl-Leitner und Beatrix Karl auf das Attentat eines Wahnsinnigen in Norwegen.
Im fernen Norwegen waren noch nicht alle Toten identifiziert, da traten die Innen- und die Justizministerin in Wien vor die Kameras. Um solche Attentate zu verhindern, müssten die polizeilichen Befugnisse erweitert werden. Neben extremistischen Gruppen sollten auch - ohne dass irgendeine Straftat vorliegt - Einzelpersonen nach Gutdünken observiert werden können. Die Indizien für eine mögliche, zukünftige Straftat holt man sich durch die solchermaßen "erweiterte Gefahrenerforschung" aus dem Internet.

Mit solchen Datenbanken (genannt Extremisten Datenbank), werden nun nicht mehr nur Straftäter erfasst, sondern auch Personen die womöglich, irgendwann, irgendwie oder doch auch nie, zu Straftäter werden könnten.Ein perfekter Digitaler Stempel für jeden Bürger. Wer da so aller erfasst wird, zeigt auch die Tatsache, das bereits politisch aktive Personen wie ÖH Vorsitzende "gestempelt"wurden.

Renate Christ, Leiterin MA 40: Offenbarungseid für Arme
Kontrollwillen kann man auch übertreiben: Die exzessive Datenübermittlung über Mindestsicherungsbezieher zeigt es. 15 Stellen werden in Wien kurzgeschlossen, bevor Geld an einen Bedürftigen fließt, in den anderen Bundesländern sind es nicht weniger. Es scheint, als glaubten sich die Sozialbehörden befugt, Menschen in sozialen Notlagen den Schutz des Privaten, der das Recht auf Datenschutz mit umfasst, abzusprechen. Auf diese Art, erfahren sogar Vermieter, ob und wie viel Mindestsicherung ihr Mieter erhalten.

Wolfgang Fellner: Opa des Inzest-Journalismus Zumindest einmal dürfte die Zeitung Österreich den Kampf um die dreckigste Schlagzeile gewonnen haben. Der sogenannte Inzest Opa, zwar unschuldig wie schnell festgestellt wurde, diente der Zeitung Tagelang mit Wort und Bild als Aufmacher.Berichterstattung wir hier zur medialen Hinrichtung.

Hannes Ametsreiter, Telekom Austria: Großer Bruder mit Infrastruktur:
"Wir besitzen die Infrastruktur. Wir sollten auch entscheiden, wer sie benutzt." Mit dieser Ansage gegen die Netzneutralität im Wallstreet Journal hatte sich Hannes Ametsreiter, CEO der Telekom Austria, im Februar kurzfristig an die Spitze der internationalen IT-Nachrichten katapultiert. Wenn Anbieter von Internettelefonie die Einkünfte der TA bedrohten, dann sei es ja wohl gerechtfertigt, hier einzugreifen. Netzneutralität, also die Gleichbehandlung aller Daten bei ihrer "Auslieferung" ist ein grundlegendes Paradigma des Internets. Mit grobschlächtigen Ansagen - Uns gehören die Kabel, daher bestimmen wir, was an Informationen drüber läuft - versuchen die Telekoms gerade europaweit, die Netzneutralität auszuhebeln. Der Grund ist simpel: Man will von Content-Anbietern wie vom eigenen Kunden für dieselbe Leistung ein zweites Mal kassieren.

 

Quelle und weitere Infos: http://www.bigbrotherawards.at/2011/

 

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Kommentare

  • Schickes Smartphone

    Klaus E. 18.05.2012 21:44
    Textil, Elektronic, egal. Hautpsache billig. Und die Politiker der EU sehen dabei zu, den so halten sie ...

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  • Schickes Smartphone

    Meister 17.05.2012 08:20
    Erstaunlich, daß wir in Europa nicht in der Lage sind, solche Geräte selber zu produzieren. Bei Autos ...

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  • URA auch für Onlinespeicher

    Meister 17.05.2012 08:12
    schön langsam wird der Computer zum Geldeinwurfauto maten.

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  • Schickes Smartphone

    Georg 16.05.2012 22:34
    Das gilt aber dann für alle Elektronikgerät e, ob aus China oder Indien.

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  • URA auch für Onlinespeicher

    Claudia S. 11.05.2012 10:05
    Es ist eben die Aufgabe einer Kulturministeri n, Geld für die Finanzierung von Musikantenstadl und ...

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