Bankomaten sind die heiligen Kühe unserer Gesellschaft, sie sind fast schon Denkmäler. Und genau dieses Denkmal hat schon lange einen gravierenden Mangel, es lässt sich einfach manipulieren. Aber Hersteller der Automaten und Geldinstitute sind sich hier einig. Es kann nicht sein, was nicht sein soll.
Angeblich sollen schon lange sogenannte Root Kits, mit denen sich die Automaten manipulieren lassen, verfügbar sein. Bereits im vergangenen Jahr wollte der Sicherheitsexperte (blödes Wort) Barnaby Jack im Rahmen der Black-Hat-Konferenz über Sicherheitsprobleme bei Bankomat-Software referieren. Das wurde aber erfolgreich von den Bankomatenherstellern und Banken verhindert. Hier stellt sich nun die Frage,ob es sich bei den angeblichen Sicherheitslücken wirklich um Fehler, oder etwa um beabsichtigte Hintertüren (Backdoors) handelt. so was kennt man ja aus der Windows Welt.
Ende Juli in Las Vegas soll es nun so weit sein und die Präsentation erfolgen. Ob diesmal wieder jemand erfolgreich Druck ausüben kann um alles unter den Teppich zu kehren bleibt abzuwarten.
Die Hersteller der Automaten scheinen daran kein Interesse zu haben. Möglich auch, dass die Kosten für die Behebung der Sicherheitsmängel befürchtet werden und man lässt die Kunden lieber darüber im unklaren. Tatsache bleibt jedoch, wer die Augen einfach verschliesst, handelt sehr fahrlässig, den wenn Barnaby Jack die fehler entdeckte, beschreibt und demonstriert, könnten in Zukunft Schutzmechanismen eingebaut werden, oder die entsprechenden Fehlerhaften Stellen werden beseitigt. Wird weiterhin getan als wäre nichts, so können nun Bösewichte die sicherlich auch - oder inzwischen bereits- die Sicherheitslücken entdecken, diese ausnutzen und absahnen.