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Apple als Religion

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ifone.jpg Wien – Das US-Unternehmen Apple hat um die Anerkennung als Kirche und Religionsgemeinschaft in Österreich angesucht. Mit der Anerkennung hätte Apple Anspruch auf öffentliche Religionsausübung, Schutz gegenüber Säkularisation, Recht auf Errichtung konfessioneller Privatschulen und Erteilung von Religionsunterricht an öffentlichen Schulen.

“Im Gegensatz zu vielen traditionellen Kirchen haben wir ständig steigende Gläubigerzahlen und mehr und mehr Laienmissionare”, erklärte ein Sprecher von Apple Europa in München. “Schon jetzt verhalten sich unsere Führungskräfte zunehmend wie Hohepriester und unsere Anhänger und Feinde führen Auseinandersetzungen, die Grundzüge und Merkmale aller historischen und fundamentalistischen Glaubenskriege erkennen lassen.”

Die erfolgreichen Markteinführungen des iPhones und iPads hätten auch den Unfehlbarkeitsanspruch des mythischen Apple-Chefs Steve Jobs untermauert. “Vor welcher Kirche oder welchem Gebetshaus stellen sich in der westlichen Welt noch junge Menschen nächtelang an, um bei einer Offenbarung dabei zu sein”, sagt Maximilian Auersperg, der vor vier Jahren zur Apple-Glaubensgemeinschaft wechselte. “Ich verbringe rund acht Stunden am Tag mit Meditation und Missionsarbeit in den Standard.at-Foren. Seit Jahren opfere ich all mein Erspartes dem Tempel und seinen Reliquien.” Freunde des 43jährigen Publizistik- und PR-Studenten sehen seinen religiösen Eifer allerdings kritisch. “Also ich selbst bin bei den Scientologen und liefere nur halb so viel von meinem Geld dort ab im Vergleich zum Maximilian”, erzählt Robert Sedlametz. “Und auch unsere Gehirnwäsche scheint halb so effektiv zu sein, denn wir verbringen nicht so viel Zeit online um zu missionieren.”

satire_Apple_DW_Sa_1364319p.jpg Auch aus theologischer Sicht gebe es klare Ansprüche für Apple als Religion und Kirche offiziell anerkannt zu werden. Apple versteht sich theologisch als die Religion des Web 2.0: Nach ihrer Auffassung kann es nur eine applestolische, dass heißt universelle Kirche im Web 2.0 und App-Store geben, und in ihr selbst ist diese eine Kirche auf so einzigartige Weise verwirklicht, dass es keine andere Web 2.0 Kirche geben kann, ließ Apple via Pressemitteilung verbreiten. Laut Apple ist Gott drei Personen in einer: das iPhone ist als Sohn Gottes eines Wesens mit dem iTunes-Store, dem Vater und Schöpfer der Welt, und wird mit ihm zusammen und dem heiligen iPad als ein Gott angebetet und verherrlicht. Durch den Tod auf YouTube und seiner neuen Kunststoffhülle gegen den “Todesgriff” hat die zweite göttliche Person, das iPhone, die Sünden der Welt auf sich genommen und den Weg der Erlösung aus Sünde und Tod für alle Menschen geöffnet.

Das Kultusamt im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur hat Apples Antrag auf Anerkennung als offizielle Kirche entgegengenommen und will diesen bis Ende des Jahres prüfen.



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Kommentare

  • Schickes Smartphone

    Klaus E. 18.05.2012 21:44
    Textil, Elektronic, egal. Hautpsache billig. Und die Politiker der EU sehen dabei zu, den so halten sie ...

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  • Schickes Smartphone

    Meister 17.05.2012 08:20
    Erstaunlich, daß wir in Europa nicht in der Lage sind, solche Geräte selber zu produzieren. Bei Autos ...

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  • URA auch für Onlinespeicher

    Meister 17.05.2012 08:12
    schön langsam wird der Computer zum Geldeinwurfauto maten.

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  • Schickes Smartphone

    Georg 16.05.2012 22:34
    Das gilt aber dann für alle Elektronikgerät e, ob aus China oder Indien.

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  • URA auch für Onlinespeicher

    Claudia S. 11.05.2012 10:05
    Es ist eben die Aufgabe einer Kulturministeri n, Geld für die Finanzierung von Musikantenstadl und ...

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