In kaum einem anderen Land schrien manche Politiker lauter nach Handy und Internetüberwachung, als in Österreich. Rufdaten sollten ab liebsten für 1000 Jahre sofort und direkt jedem Polizisten zur Einsicht zur Verfügung gestellt werden. Und genau jene, die immer so laut schrien, sind nun entsetzt weil es sie selbst erwischte.
Peter Westenthaler jammert nun laut, weil sein Handy angeblich von der Polizei abgehört wurde. Genau er war es jedoch, der zuerst in den Reihen der FPÖ, später dann BZÖ nach dieser Überwachung schrie. Der bereits vorbestrafte "Sicherheitssprecher" des BZÖ fühlt sich verfolgt und beobachtet. Er könnte einem ja fast leid tun. Aber wie sagte man schon immer, "was du nicht willst das man dir antut, das tue auch keinem anderen". Nun hat der blaue/orange Herr seine eigene Medizin bekommen.
Trotzdem war der Aufschrei gross. In Übereinstimmung aller Parteien wurde sofort ein Untersuchungsauschuss einberufen, der nun feststellen soll, wie es möglich ist, dass Spitzeleien die eigentlich nur zur Überwachung der Bürger gedacht waren, plötzlich auch die hohen Herrn betreffen.
Zitat Westenthaler: „Die Machenschaften wildgewordener Staatsanwälte“ müssten nun untersucht und ihr „Saustall aufgeräumt werden“,
Vor seiner Verurteilung klang der Herr Westenhaler noch ganz anders.
Der U-Ausschuss tagt nun. Wie in Österreich üblich, wird viel Papier verbraucht, viel in den Medien spekuliert und zum Schluss wohl kaum etwas heraus kommen. Der sogenannte "Eurofighter Ausschuss" mag hier als Beispiel gelten.
Das ganze klingt schon fast wie eine schlechte Komödie. Inzwischen ist schon von kasachischen Spionen die Rede, welche im Auftrag des blauen Parlamentclubs tätig wurden. Inzwischen beschuldigt jeder jeden, von fremden Geheimdiensten manipuliert zu werden. Auffallend ist allerdings, der ehemalige blaue und jetzt orange peter westenthaler bzw. seine Partei gerät immer mehr in Erklärungsnotstand, Genau die FPÖ war es, die immer über exacte Daten aus dem Polizeicomputer verfügte und diese auch hemmungslos einsetzte, wenn es darum ging, gegen Flüchtlinge oder Ausländer Stimmung zu machen. Spätestens seit der FP-Polizeigewerkschafter Josef Kleindienst im Jahr 2000 gestand, FPÖ-Politiker mit Polizeidaten über Gegner versorgt zu haben, ist dies ja ein offenes Geheimnis.