Sie bezeichnen sich als Journalisten, andere nennen sie bereits Spione. Gemeint sind die Macher von WikiLeaks.org, rund um den Gründer der Site Julian Assange. Die von einer unabhängigen Organisation nur durch Spenden finanzierte Website, sorgte schon öfter für Schlagzeilen und so manche renomierte Nachrichtenagentur griff aus Information direkt von WikiLeaks zurück.
Damit machen sich die Betreiber der Website natürlich auch mächtige Feinde. Vor allem den USA und auch England sind kritische Seiten die auch die Verbrechen im Irakkrieg immer wieder zum Thema haben, ein Dorn im Auge. So verkündeten die Macher von WikiLeaks vor einigen Monaten, sie hätten ein Video, dass US Soldaten im Irak zeigt, wie sie Zivilisten töten. Um das Video zu entschlüsseln sei jedoch Rechenzeit auf Supercomputern erforderlich. Der Aufruf dürfte nicht ungehört geblieben sein. Wer die Rechenleistung zur Verfügung stellte ist bisher noch ds Geheimnis der Betreiber. Das Video ist nun auf WikiLeaks.org in einer gesammten un einer gekürzten Fassung zu sehen.
Die bekannte Nchrichtenagentur Reuters hatte bereits vorher auf dem Rechtsweg versucht, an das Video, dass von den US Militärs unter Verschluss gehalten wurde, ran zu kommen. Ohne Ergebnis. Nun können sich Reuters und Co. bei Wikileaks bedienen, was grosse Nachrichtenagenturen auch gerne tun.
Die Bilder sprechen eine deutliche Sprache. Es handelt sich dabei um die Videoaufzeichnungen eines Hubschrauber-Angriffs, bei dem 2007 auch zwei Reuters-Mitarbeiter getötet und zwei Kinder verletzt wurden.
"Yeah, look at those dead bastards!" (Ja, schaut euch die toten Bastarde an)mit diesen Worten kommentiert einer der Piloten eines US-Kampfhubschraubers das Massaker, das er gerade angerichtet hat. Zurück bleiben Zwölf Tote Zivilisten, darunter auch 2 Reuters Mitarbeiter und zwei Kinder.
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Unter den zwölf Männern, die von den US-Soldaten als "Gefahr" eingestuft und demnach als Ziel ausgemacht wurden, war der 22-jährige Reuters-Fotograf Namir Noor-Eldeen. Seine Kamera wurde laut dem Video für eine RPG, also eine Panzerfaust, gehalten. Auch Saeed Chmagh, Noor-Eldeens 40-jähriger Chauffeur und Vater zweier Kinder, wurde von den Soldaten für einen Terroristen gehalten. "You shoot, I talk", hört man einen der Piloten in sein Funkgerät sagen.
Auch wenn es die extra für die Presse angefertigten US Militär Videos von angeblich präzisen Militärschlägen oder Bombenabwürfen immer wieder gerne so darstellen, Krieg ist kein Spiel, die Leidtragenden sind immer die Zivilisten, Unschuldige, Unbeteiligte und darunter sehr oft auch Kinder.
Die Nachrichtenagentur Reuters hat jahrelang versucht, an die Videoaufzeichnung des Hubschraubereinsatzes zu kommen - erfolglos. Das Pentagon hat alle Gesuche abgewiesen. Wikileaks bekam das Video über einen Informanten aus dem US-Militär zugespielt, konnte die Verschlüsselung knacken und stellte das Video nun ins Internet