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Finger weg von Facebook und anderen sogenannten Socialen Netzwerken. Diese haben sich zur neuen Unart im Internet entwickelt und werden immer mehr zu Falle für unbedarfte User.
Wer einmal einen Facebook Account angelegt hat, der bleibt für immer bei Facebook vermerkt. Diese Erfahrung machten schon zahlreiche User, die zwar ihren Account löschten aber trotzdem weiter von Facebook oder Facebook Usern belästigt wurden. Laut Betreiber des Facebook Netzwerkes sei dies ein "Komfort", da man jederzeit wieder seinen Zugang aktivieren könnte. Auf jeden Fall behält Facebook alle Daten und Informationen.
Sociale Netzwerke entwickeln sich noch stärker als Suchmaschineen (Stichwort Google) zu Datenkraken, die ungehemmt Personendaten, Verhaltensanalysen und Surfverhalten der User speichern und Auswerten. Auf diese Art entstehen Verknüpfungen und Datennetzwerke die gegen Bares an zahlreiche Interessenten verkauft werden. Niemand scheint zu hinterfragen, warum auf Gewinn orientierte Unternehmen Millionen ausgeben, um harmlosen Leuten kostenlos ihre teuren Server zur Verfügung zu stellen und diese auch noch 24h, 7 Tage die Woche warten und am Laufen halten.
Ehemalige Flamkriege im Internet, die oft noch im Usenet oder in Foren zwischen einzelnen Personen ausgetragen wurden und manchmal für Mitleser sogar einen "belustigenden Effekt" hatten, werden nun zu regelrechten Hasstriaden und Mobbingattacken. "Sperrt Kampusch wieder in den Keller" ist nur eines der geschmacklosen Beispiele, aktuell aus Östereich. Dabei handelt es sich immerhin um eine Gruppe die aus mehreren hundert Leuten besteht.
Das Private Leben in der Öffentlichkeit, was zuerst als Spass beginnt, kann für viele zum Alptraum des neuen Jahrtausend werden. Facebook kennt keine Privatsphäre, zumindes wäre ihr Schutz nicht im Interesse der anderen Facebook Teilnehmer. Wer nicht freiwillig sein innerstes nach Aussen kehrt, für den erledigen es die anderen Facebook Teilnehmer. In den USA, dem Mutterland von Facebook rufen bereits Bürgerrechtler zum Kampf dagegen auf. Zwar gibt es von den Betreibern der Netzwerke immer wieder Beteuerungen, man würde an neuen Sicherheitsmechanismen arbeiten, aber deren Umsetzung lässt weiter auf sich warten oder wird nur halbherzig vorgenommen.
Und man kommt in diesen Teufelskreis auch ohne selbt aktiv zu werden. Wer einen Bekannten hat, der über einen Facebook Account verfügt, ist bereits ein mögliches Opfer. Schnell sind Namen ahnungsloser auf sogenante "Freundeslisten" gesetzt und damit ebenfalls eine Zielscheibe.
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