Nachdem sich in Innsbruck die etablierten Grossparteien schon vor längerer Zeit gegenseitig zur Unkenntlichkeit zerfledert haben,....
haben auch 2012 nach den Gemeinderatswahlen wieder versärkt diverse Bürgerlisten das Ruder im Gemeinderat übernommen. Neu allerdings, diesmal ist auch ein Pirat darunter.
Tirol ist eben anders, auch die Tiroler Piraten scheinen wenig mit den Piraten wie sie gerne von den Medien (dabei handelt sich meist um ihre deutsche Schwesterpartei) verkauft werden gemeinsam zu haben. Ihr Spitzenkandidat und jetztiger Innsbrucker Gemeinderat Alexander Ofer macht durchaus einen herzeigbaren Eindruck und scheint auch politischen Diskussionen gewachsen zu sein. Der Webauft http://www.entern.org/ unterscheidet sich angenehm vom Einheitsbrei übriger Parteien, es werden klare Worte zu klaren Problemen gefunden.
Wenn nur nicht dieser kleine aber feine Widerspruch im Detail stecken würde. Einer Unart können sich anscheinend auch die Piraten nicht entziehen. Auch sie versuchen den Web Besucher aus dem Internet zu Facebook zu locken. Der Spruch "besuchen sie unsere Facebookseite..." mit dazugehörigem Link wirkt auf viele verlockend und die Datenkrake Facebook kann wieder zuschlagen.
Gerade Piraten sollten doch im Zeitalter von Netzüberwachung, nicht mehr existenten Datenschutz und Vorratsdatenspeicherung, etwas mehr drauf haben, als dem Mainstream folgend nun den vermeintlichen Gegner auch noch gutgläubige Opfer zuführen. Noch dazu, wo doch Transparenz, Informationelle Selbstbestimmung, usw. ausdrücklich im Programm der Tiroler Piraten vozufinden sind. Zitat:
| Das Recht des Einzelnen, die Nutzung seiner persönlichen Daten zu kontrollieren, muss gestärkt werden. Dazu müssen insbesondere die Datenschutzbeauftragten völlig unabhängig agieren können. Neue Methoden wie das Scoring machen es erforderlich, nicht nur die persönlichen Daten kontrollieren zu können, sondern auch die Nutzung aller Daten, die zu einem Urteil über eine Person herangezogen werden können. Jeder Bürger muss gegenüber den Betreibern zentraler Datenbanken einen durchsetzbaren und wirklich unentgeltlichen Anspruch auf Selbstauskunft und gegebenenfalls auf Korrektur, Sperrung oder Löschung der Daten haben. |
Noch deutlicher könnte man es nicht sagen, und dass Facebook hier genau das Gegenteil ist, dürfte jedem inzwischen klar sein. Ob es sich dabei um einen einfachen Widerspruch, oder um bereits jetzt vorrauseilenden Opportunismus handelt darf jeder selbst entscheiden.
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