Wien Zu einem tragischen Zwischenfall kam es gestern in der U-Bahn-Station Schwedenplatz in Wien, als ein Student versuchte sein SMS-Ticket in einem Fahrscheinentwerter zu entwerten. Der 37-jährige Publizistikstudent Georg Rasom-Geckert, hatte kurz zuvor mit seinen neuen Apple Iphone 3G ein SMS-Ticket der Wiener Linien online gekauft. Bei seinem Versuch das ultraflache Design-Handy in den Fahrkarten-Entwerter zu rammen wurde dieses zerstört.
Mir haben Freunde auf facebook gesagt, dass das mit dem Online-Ticket mit dem IPhone so cool ist, erklärte ein völlig verzweifelter Rasom-Geckert. Es ist aber auch ein Witz, dass nirgendwo steht, dass man das Ticket im Handy nicht entwerten muss. Aufgrund des Zwischenfalles und der manisch depressiven Reaktion des Publizistik-Studenten im 42. Semester, musste der Betrieb auf der Linie U4 für zwei Stunden unterbrochen werden.
Wir mussten diese Vorsichtsmaßnahme treffen, weil die Person drohte sich vor die nächste U-Bahn zu werfen und auch sein Twitter bzw. facebook-Profil zu löschen, erklärte ein Sprecher der Wiener Linien. Das Opfer wurde dann mit einem Krankenwagen zur Beobachtung in eine geheime Nervenklinik eingeliefert. Freunde berichten, dass sich Rasom-Geckerts Zustand schon im Laufe des Nachmittags wieder besserte und er um 15:53 Uhr eine faceboook-Gruppe mit dem Namen Mein IPhone war mein Lebensmensch gegründet hatte. Bis zum Abend konnte die Gruppe 432 neue Mitglieder gewinnen.
In einer Twitter-Nachricht kündigte Rasom-Geckert außerdem an, rechtliche Schritte gegen die Wiener Linien einzuleiten. Vor den Gefahren der Entwertung des Handys wurde in der SMS nicht klar genug gewarnt und desh , meinte der Student, bevor ihn das Zeichen-Limit bei Twitter-Nachrichten abschnitt.
Die Wiener Linien wollten den gestrigen Vorgang nicht kommentieren, kündigten aber an, die Verständlichkeit aller online erhältlichen Produkte auf das intellektuelle und technische Niveau durchschnittlicher Apple-User herunter zu brechen. Auch wir müssen darauf reagieren, dass durch User-freundliche, funktionell durchdachte und perfekt designte Produkte wie das IPhone, immer mehr Menschen im Cyberspace unterwegs sind, die von vielen Dingen im Leben einfach geistig überfordert sind, erklärte ein Sprecher der Wiener Linien. Wir werden jetzt z.B. eine Comic-Figur erfinden, die auf facebook in leicht verständlicher Bildersprache vor den Tücken des Online-Tickets warnt.