Kinderhandel.
In Guatemala blüht der Handel mit Kindern. Jedoch nicht immer sind es liebevolle Adoptiveltern die den Preis für die menschliche Ware bezahlen. In Guatemala ist der Handel mit Kindern zu einem blühenden Geschäft geworden: Sie werden zur Adoption freigegeben, in andere Länder verkauft, zur Prostitution gezwungen.
Ein Baby kostet in Guatemala bis zu 40 000 Dollar. Zwischen 1997 und August 2007 wurden 29 411 Kinder adoptiert, nur 842 von guatemaltekischen Eltern. Der Rest geht ins reiche Ausland, hauptsächlich USA. 200 Millionen Dollar wurden allein 2006 bei dem Handel mit Jungen und Mädchen umgesetzt, als die Zahl der Adoptionen auf einen bisherigen Höchststand von 4918 angestiegen war. Daran verdienen vor allem korrupte Beamte, Menschenhändler, Anwälte, Ärzte und medizinisches Personal.
Jedoch nicht alle Kinder überleben dieses Geschäft. Oft werden Kinderleichen gefunden, denen zuvor die inneren Organe entnommen wurden. Der Organhandel blüht.Doch der «Nachschub» reicht nicht aus. Deshalb werden Kleinkinder entführt, junge Mädchen geschwängert, um neue «Ware» auszutragen. Hector Dionisio von der Kinderschutzorganisation Casa Alianza in Guatemala-Stadt berichtet etwa von einem 16-jährigen Mädchen, das bereits dreimal schwanger war, das erste Mal mit zwölf. «Es war der Stiefvater, der das Mädchen als Kinderfabrik missbrauchte», sagt er. Das sei keineswegs ein Einzelfall.
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