Wie ist das, wenn ein Polizist in Österreich, einen Jugendlichen, in diesem Fall einen 14jährigen erschiesst ? Tragisch aber die Österreichische Polizei und Justiz kann auch das in ein sauberes Licht rücken. Dabei lernt man eine neue Sprache kennen, Neben dem Juristendeutsch, noch das Polizeideutsch.
Vorgeschichte: Zwei jugendliche lösen bei einem Einbruch in einer Kremser (NOE) Zweigstelle der Merkur Supermarktkette den stillen Alarm aus. Zwei Polizisten erscheinen am Tatort dringen ebenfalls in den laut Berichten finsteren Supermarkt ein. Warum bitte keiner zuerst mal Licht macht interessiert aber in diesem Bericht niemand.
Laut Berichten haben sich die beiden Jugendlichen als sie die Polizisten bemerkten, in einer Nische neben der Fleischabteilung versteckt. Dann kam es zu dem, was in der Amtssprache als "plötzlichen Kontakt" bezeichnet wird. Aus den gleichen Berichten ist zu erfahren, dass es sich bei den Polizisten um zwei "erfahrene" "gut ausgebildete Beamte" handelte, die sofort wussten, das ist ein Fall für hartes Durchgreifen.
Das Problem, dass sich manche Polizeiopfer als unbewaffnet erweisen, umgeht man mit Fachausdrücken. Da ist dann von "Waffen im technischen Sinne" zu lesen, als solches gilt auch ein Schraubenzieher oder eine Gartenharke. Vorischt liebe Schrebergärtner oder Heimwerker. Wenn euch ein Polizist zu nahe kommt, einfach das Werkzeug fallenlassen und zu Boden werfen.
Der getötete, ein 14jähriger Kremser, der mit seinem Komplizen gerade auf Einbruchstour war, wird aber nicht als Opfer, sondern als "Amtsbekannter Täter" bezeichnet. Damit gleich mal klar gestellt wird, dass anscheinend "eh nicht schad" um den Jugendlichen ist.
Und da das ganze so furchtbar ist, wird der Polizist und sein Kollege psychologisch betruet und kann einige Zeit lang nichts zu den Vorfällen sagen. Der arme Polizist. Leider war in keinem der österreichischen Medien zu erfahren, wie es den Eltern, Verwanten oder Freunden des getöteten geht.
Staatsanwalt und Landespolizeikommando NOE haben volle Termine mit Pressekonferenzen, das ist natürlich auch Stress. Man wil im Fernesehen oder auf einem Pressefoto ja gut aussehen.
Probleme scheint man auch damit zu haben, ist nun der Einbrecher oder sein "Henker", der Polizist, der Täter, aber in manchen Medien hat man sofort mit dem armen Polizisten der so geschockt war, Mitleid.
Merke: wer nachts im Merkur eine Wurstsemmel klaut, kann damit seine Henkersmahlzeit einnehmen.
Wie die Erfahrung aus zahlreichen anderen Fällen zeigt, wird nun angeblich ermittelt, ermittelt und ermittelt, bis keiner mehr sich an irgend etwas erinnern kann. Sollten die Angehörigen des Opfers oder manche wenige Medien nicht locker lassen, wird auch ein Verfahren gegen die Polizisten eingeleitet und als gelernter Östereicher, weiss man, was da heraus kommt.