Hauptsache billig, egal was es kostet. Nach diesem Motto arbeiten die Gewinner der sogenannten Wirtschaftskrise, die vor allem die Kassen bei Billig Anbietern wie KIK klingeln lässt. Den Preis zahlen Kinder in den Produktionsländern.
Billig, noch billiger am billigsten, so läuft es beim Textildiscounter Kik. Das gilt auch für die Produktion. Da kann es nicht nur mal vorkommen, das (versehentlich) giftige Stoffe in den Regalen landen, produziert wird von 12-16 jährigen in Ländern Asiens wie Bangladesch. Dort dürfen hauptsächlich Mädchen 14-16 Stunden täglich für unsere billigen Preise Jeans, T-Shirts oder andere Bekleidungsstücke nähen.
Zwar hat Kik inzwischen nach eigenen Angaben die Kontrollen verstärkt, dabei sogar eine Stiftung für Not leidende Kinder gegründet und sich an internationalen Hilfsprojekten beteiligt. Jedoch viel mehr als Augenauswischerei ist das nicht.
Vor allem in China und in Bangladesch sieht sich das zur Tengelmann-Gruppe gehörende Unternehmen aus Bönen mit dem Problem konfrontiert. In diesen Ländern haben Lieferanten noch einmal Sublieferanten. Bernhard Henselmann, Initiator der Kampagne Aktiv gegen Kinderarbeit bemängelt, dass Kik nicht bekannt gibt, wo Produktionsstandorte liegen und wie die Lieferanten heißen
Obwohl im Textilhandel der Lohnanteil bei der Produktion unter 1 % liegt, bleiben die Hersteller und Vertragspartner oftmals sogar diese geringen Löhne den Arbeiterinnen schuldig.
Mit fragwürdigen Produktionspartnern steht Kik sicherlich nicht auf einsamen Flur. Auch Markenhersteller wie Nike scheuen sich nicht, kleine Hände ihre grosse Qualität nähen zu lassen.
Auch was die auf diese Art billig Produzierte Qualität betrifft, gibt es öfter Probleme. So verzichtet Kik laut Spiegel Artikel öfters bei Produkten auf die Qualitätskontrolle. Da kommt es dann schon vor, dass sich auf diesen Textilien noch giftige Rückstände aus der Färberei befinden, was im Falle der roten Verkäufer T-Shirts bei zahlreichen Angestellten Hautausschläge verursachte.
Dabei würde aus auch anders möglich sein. Ein Beispiel für den Umgang mit Kleidungsproduktion in Asien ist die niederländische Stiftung "Fair Wear", in der Hersteller wie Mexx oder O'Neill organisiert sind. Sie vereint Firmen, Gewerkschaften und andere NGOs. Die Mitglieder müssen sich strengen Kontrollen unterziehen und die Namen aller Zulieferer offenlegen. "Ein gutes Modell, um Probleme wie Kinderarbeit anzugehen", sagt Peter Fuchs vom "Cora"-Netzwerk für Unternehmensverantwortung.