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Viren und Kinderporno

b_150_100_16777215_00___images_stories_cracer.png Jetzt könnte es auch für jene, die immer ganz entrüstet nach allen möglichen Sperren für Kinderporno Konsumenten riefen, etwas eng werden. Wie die Nachrichtenagentur AP jetzt ebenfalls entdeckte, ist es ohne weiteres möglich, mittels eines Virus Programmes solches Material auf fremde Computer zu schmugeln.

Und schon sitzt man in der Patsche (Internetsperren). Ohne es zu wissen, hat der Computer im Hintergrund das Material, seien es Bilder oder auch Videos, aus dem Netz geladen und versteckt auf der heimischen Festplatte plaziert. Vor allem Windoof Anwender, die sich immer über ihr "alles geht auf Anhieb" freuen, werden hier leicht zur Zielscheibe. Was auf "Anhieb geht" wird eben auf Anhieb ausgenutzt und das nicht imemer nur zur Freude des Anwenders. Auch diverse Virenscanner können keinen wirklichen Schutz bieten, da immer zuerst einige Tausend Leute den Virus aktiv bemerken müssen, bis er von der Anit-Virenindustrie berücksichtigt wird.

Es dürfte dann ziemlich schwer fallen, zu beweisen, dass man nicht wusste, woher das Material stammt, den ist der gute Ruf ruiniert, lebt sich leicher ungeniert.

In einem Fall war ein Mann wegen Besitzes von Kinderpornografie angeklagt worden, nachdem sein Arbeitgeber 2007 entsprechendes Material auf seinem Arbeits-Laptop gefunden hatte. Dem Mann drohten bis zu fünf Jahre Gefängnis und er habe Morddrohungen erhalten. Zusammen mit seiner Frau habe er rund 250.000 US-Dollar für seine Verteidigung aufwenden müssen, bis man auf seinem Notebook einen Virus entdeckt hatte, der pro Minute 40 Websites mit kinderpornografischen Inhalten aufruft. Erst nach elf Monaten sei die Anklage fallen gelassen worden.

In Kombination mit der nun auch in Österreich eingeführten Vorratsdatenspeicherungbleibt dieses Vergehen lange Zeit nachvollziehbar und kann jederzeit zu Konequenzen führen. Pech wenn sich dann der Virus selber bereits gelöscht hat und damit jeder Hinweis auf die Unschuld des Users beseitigt ist.

Es zeigt sich, das hier der einfachen Vernaderung Tür und Tor geöffnet wird. Ein unbedachter Mausklich (wobei jeder glaubt, ihm könne das nicht passieren) und schon hat man sich was eingefangen. Geht es nach den Wünschen einiger Politiker, würde schon der Verdacht genügen, um vorerst einmal den Internetzugang lahm zu legen.

Weitere Infos: AP (englisch) - Unschuldig unter Verdacht (deutsch)




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Kommentare

  • Schickes Smartphone

    Klaus E. 18.05.2012 21:44
    Textil, Elektronic, egal. Hautpsache billig. Und die Politiker der EU sehen dabei zu, den so halten sie ...

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  • Schickes Smartphone

    Meister 17.05.2012 08:20
    Erstaunlich, daß wir in Europa nicht in der Lage sind, solche Geräte selber zu produzieren. Bei Autos ...

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  • URA auch für Onlinespeicher

    Meister 17.05.2012 08:12
    schön langsam wird der Computer zum Geldeinwurfauto maten.

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  • Schickes Smartphone

    Georg 16.05.2012 22:34
    Das gilt aber dann für alle Elektronikgerät e, ob aus China oder Indien.

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  • URA auch für Onlinespeicher

    Claudia S. 11.05.2012 10:05
    Es ist eben die Aufgabe einer Kulturministeri n, Geld für die Finanzierung von Musikantenstadl und ...

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- Und ein Impressum gibts auch !