Manche haben aus der Vergangenheit nichts gelernt, oder werden es nie lernen. Alles wiederholt sich - auch an der Börse. Das bewies die sogenannte Banken und Finanzkrise im letzten Jahr. Alle waren überrascht von den plötzlichen Kursverlusten, niemand konnte sich auch nur vorstellen, dass ausser heisser Luft nichts dran war an den für so wertvoll gehandelten Aktien.
10 Jahre ist es her, dass die Dotcom Blase platzte:
Man nehme eine gehörige Portion "Obrigkeitsglauben", etwas Naivität und vor allem eine gehörige Portion Gier. Gier nach Geld und schnellem Reichtum ohne sich gross anzustrengen. Schon stehen die neuen Opfer bereit. Rund 10 Jahre ist es her, dass mit dem Platzen der sogenannten Dotcom Blase die Börse gewaltig ins Wanken gerit. Damals als noch jede Firma, die zwar nicht wusste, was sie eigentlich sei, machen soll, oder ob und was sie verkaufen wird, Millionen von den Anlegern bekam, nur wenn sie einen Webauftritt und ein .com im Namen nachweisen konnte.
| Drei Bettler sitzen in New York. Der erste schreibt auf seine kaputte Blechtasse "Betteln", und nach einem Tag hat er 10 Dollar. Der zweite schreibt "betteln.com" auf seine Tasse, und nach einem Tag hat er 10.000 Dollar. Einer wollte ihn sogar mit zur NASDAQ nehmen. Der dritte schreibt "e-betteln.com" auf seine Blechtasse. IBM und HP senden ihre Vizepräsidenten zu ihm, um über eine strategische Allianz zu diskutieren, bieten ihm kostenlose Hardware und professionelle Beratung an. Larry Ellsion verkündet auf CNBC, daß e-betteln zu 95 Prozent mit ORACLE-Technologie arbeite. Und CISCO gibt bekannt, daß so gut wie der komplette e-betteln Datenverkehr über ihre Ausrüstung läuft. |
Der Traum mit den Dotcom Unternehmen war schnell ausgeträumt und so mancher kleine wie grössere Anleger schaute dumm aus der Wäsche. Systematische Geldvernichtung, so nannte manche es. Aber das Spiel geht lustig weiter, 2008 waren es dann "faule Imobilien" und Kredite.
Aber anscheinend macht man noch immer gute Geschäfte mit den Aktien der pleite gegangenen Dotcom Unternehmen. Rund 10 Jahre nach deren Verschwinden werden die alten Aktien als Nostalgiestücke verkauft. Auf diese Art scheinen sich diese ominösen Wertpapiere weiter in der Erinnerung der Leute zu halten.