Rassismus in Österreich, gibt es den so etwas ? JA, und nicht zu knapp, wie auch der Rassismus Report der Anti-Rassismus-Stelle Zara deutlich zeigt.Der "Rassismus Report" sei nur die sichtbare Spitze des Eisbergs.
Wie eine Studie der Europäischen Grundrechteagentur im vergangenen Jahr ergeben hat, meldet ein großer Teil der Betroffenen Diskriminierungen nicht. Im Vorjahr wurden Zara 798 Fälle berichtet. Insgesamt waren es in den vergangenen zehn Jahren 7300 Vorfälle.
Der größte Teil der Vorkommnisse entstammt dem öffentlichen Raum, das heißt es handelt sich um Vorfälle, die etwa auf der Straße, in einem Verkehrsmittel oder bei einer Veranstaltung passieren. So skandierten Anhänger des Fußball-Vereins Lask bei einem Spiel gegen die Wiener Austria Parolen wie "Juden-Wien" durch. Ein paar Bananen mehr
Auch der Bereich Medien hat wieder in den Rassismus-Report Eingang gefunden. So wird etwa ein Sportreporter anlässlich eines Marathons mit folgenden Worten zum Sieger aus Kenia zitiert:
"Als Preisgeld erhält er 15.000, dazu kommen noch Zeitgelder. Dann kann er sich zu Hause ein paar Bananen oder andere exotische Früchte mehr kaufen."
Konfrontiert mit der Aussage bedauert der Kommentator diese ausdrücklich und betont, dass ihm jede Form von Rassismus zutiefst zuwider sei.
Sogar Der Europarat hat Österreich wegen Rassismus gerügt. Kein Wunder: Das rechtsgerichtete Ressentiment blüht. Ein Klima der Ausgrenzung macht sich breit. Österreich steht damit in eine rReihe mit Ländern wie Albanien, das noch immer an seiner diktatorischen Vergangenheit herumlaboriert, oder Estland, das sich nach außen hin so modern präsentiert, Anfeindungen gegen Russen und Roma aber nicht in den Griff bekommen mag.
Aber es sind nicht nur die einfachen Bürger, die diesen Tendenzen unterliegen. Polizisten, die auf offener Straße Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe in verschiedene Kriminalitätskriterien einteilen (Schwarze=Drogenhändler, Rumänen=Safeknacker, Polen= Autoschieber, Russen=Mafia,...), eine Kronenzeitung, der die menschenverachtende Migrationspolitik der Regierung noch nicht abscheulich genug ist und eine Bevölkerung, von der man mehr als einmal am Tag rassistische Bemerkungen zu hören bekommt, gehören mittlerweile unwidersprochen zum Alltag.