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Raubkopierer

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filmpiraten-logo-213x100.png Zustände wie in China, das scheint sich der VAP (Verein für Antipiratierie) zu wünschen. Die Vereinigung der Filmindustrie, hat nun vor einem österreichischen Gericht erwirkt, dass die Domain kino.to für Kunden und User des Providers UPC nicht mehr erreichbar ist. Die eigenen Geschäftsisnteressen werden über ein freies Internet gestellt.

Wir erinnern uns, wie sehr sich der Westen immer über chinesische Zensurmechanismen erboste. Nun wird in Österreich dank der VAP ähnlich vorgegangen. Wie aber auch die Chinesischen Behörden im Kampf gegen politisch unbequeme Webseiten feststellen konnten, funktioniert das rein technisch nicht so einfach. Im Falle von kino.to nützte die Sperre genau gar nix, bis Ersatzdomains die in einschlägigen Foren verbreitet wurden, einsprangen.

Vertreter der VAP fühlen sich im Recht und vergleichen den Download von Filmmaterial mit dem Diebstahl einer Tafel Schokolade im Supermarkt. Zitat aus einer Email von Constantin Film:

......Sie können auch nicht in den Supermarkt gehen und eine Tafel Schokolade einstecken und hinausgehen, ohne zu bezahlen. Filme kosten Millionen und gerade bei unserem Film "Das weiße Band" mussten die Produzenten sehr viel eigenes Kapital in die Produktion stecken, damit dieser Film überhaupt hergestellt werden konnte. Wovon, glauben Sie, bezahlen wir unsere Mitarbeiter, Steuern und alle sonstigen Unkosten? Und woher erhalten wir das investierte Geld zurück? Und woher nehmen wir Geld für Investitionen für die Produktion eines neuen Filmes? Nur durch den Verkauf. Film ist wie eine Tafel Schokolade, die man bezahlen muss, wenn man sie essen will, sprich, den Film ansehen will. Sie haben offensichtlich nicht bezahlt. ......

raubkopierer.jpgDie bösen Downloader sind schuld an der angeblich schlechten Ertragslage der Filmindustrie. Man hat einen Sündenbock. Dabei erklären sich die oft schlechten Verkaufzahlen womöglich ganz anders, so wird es gar nicht so einfach sein, den in der Mail angesprochenen Film "Das weiße Band" käuflich zu erweben, zumal nur wenige bis gar keine Geschäfte die entsprechende DVD im Programm haben. Die von den Filmverleihern hofierten Grosskinos setzten lieber auf US Produktionen die zwar wenig Inhalt aber viel BummBumm bieten, kleinere Kinos die bereit wären auf Qualitätskino zu setzten werden "nicht mal ignoriert".
Dazu wird noch mit angeblichen Downloadzahlen herum geworfen die jeglicher Realität widersprechen.So wird angegeben, der oa. Film hätte 40.000 Downloads hinter sich. Mal rechnen, 40.000 mal rund 1.2 GB (damit das ganze wenigsten halbwegs an Qualität hat), das ergibt....... ganz schön viel. Da wundert man sich, warum in Österreich überhaupt noch nicht die Leitungen vor lauter Filmdownload glühen, des es darf dann davon augegangen werden, dass die wirklichen Renner 10 bis 50 x so oft gesaugt würden.

raubkopie.jpg

Die Film und Musik Industrie versucht nun mit allen Mitteln, ein auslaufendes Geschäftsmodell noch so lange wie möglich am Leben zu erhalten. Richter, die von einem Internet nur den Namen kennen, werden hier zu Erfüllungsgehilfen dekradiert. Dass solche Urteile mehr Schaden als nützen, zeigt sich im Fall kino.to deutlich. Das Internet ist schwer kontrollierbar und unterliegt eigenen Gesetzen, die nicht in Gerichtssälen ausjustiziert werden können. Die Prozesskosten hätte man sicherlich Gewinnbringender investieren können. Verdient haben einige Rechtsanwälte, die Filmindustrie kann nun "gerichtlich bestätigt" jammern über die bösen Downloader und das spiel geht lustig weiter.

Weitere Infos: Film "was kommt nach dem Copyright"|

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Kommentare

  • Schickes Smartphone

    Klaus E. 18.05.2012 21:44
    Textil, Elektronic, egal. Hautpsache billig. Und die Politiker der EU sehen dabei zu, den so halten sie ...

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  • Schickes Smartphone

    Meister 17.05.2012 08:20
    Erstaunlich, daß wir in Europa nicht in der Lage sind, solche Geräte selber zu produzieren. Bei Autos ...

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  • URA auch für Onlinespeicher

    Meister 17.05.2012 08:12
    schön langsam wird der Computer zum Geldeinwurfauto maten.

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  • Schickes Smartphone

    Georg 16.05.2012 22:34
    Das gilt aber dann für alle Elektronikgerät e, ob aus China oder Indien.

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  • URA auch für Onlinespeicher

    Claudia S. 11.05.2012 10:05
    Es ist eben die Aufgabe einer Kulturministeri n, Geld für die Finanzierung von Musikantenstadl und ...

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