Facebook, die Geisel des Internets. Die einen glauben Facebook wäre das Internet, die anderen bezeichnen Facebook als den schlimmsten Computervirus aller Zeiten, der sich nicht nur Digital über Netzwerke, sondern Biologisch über die Grosshirnrinde der User verbreitet.
Es ist immer wieder erstaunlich, dass selbst Leute die nicht in der Lage sind zu bemerken, dass sich ihr angeschlossener Drucker automatisch konfiguriert hat und schon längst Druck bereit ist, es schaffen, in Rekordzeit jeden Schrott auf Facebook zu finden, sich dort sogar zu registrieren (da wird das mit der Email Adresse plötzlich gar kein Problem mehr), usw.
Da werden hemmungslos Fotos, egal wie peinlich sie auch sein mögen, einer breiten Öffentlichkeit zur Ansicht gebracht. Wichtige Mitteilungen wie "ich geh aufs Klo" oder "olle deppat" gehören zu den heiss Diskutierten Themen.
Die Marketing Abteilungen nahezu aller bedeutenden Unternehmen beschäftigen Heerscharen von "Facebookinaern" um ihre Produkte und ihre Untenehmensideale den hochbegabten die sich auf Facebook austauschen näher zu bringen. Wo auch sonst, wenn nicht auf dem Facebook Markt, soll man einem "coolen Typen " erklären, dass er nur weiter cool ist, wenn er sein 3.Smartphone dieses Jahr, gegen das 4. austauscht. Mit dem kann er in noch grelleren Farben, notfalls sogar mit Zungen oder Zehenbedienung Facebooken.
Freude mit diesem seltsamen Mitteilungs- und Darstellungs- Bedürfnis der Leute haben jedenfalls auch die Polizeibehörden und Geheimdienste. Die deutsche Polizei (die österreichische wird es tun, sobald sie weiss wie man Bilder speichert) vergleicht inzwischen Fotos aus den Radarfallen mit Facebook Fotos und überführt auf diese Art Verkehrssünder.
{flv}Fakebook{/flv}
Aber natürlich wird jeder Bekannte oder Freund, der vom Facebook Virus befallen ist, sich selbst attestieren, er tue das ja nur so "nebenbei gelegentlich fast nie" und nur weil er dort einige "Leute kennt". So entsteht eben eine Masse von Millionen User, die als "Datenvieh" bezeichnet werden kann, und Facebook hemmungslos mit User Profilen und Bewegungsdaten (wer war auf welcher Seite, etc.) füttert. Diese Daten sind heute im Digitalen Zeitalter bares Geld. Egal ob Polizei, Geheimdienste, dubiose Vertriebsfirmen, etc. Wer ein Opfer braucht, braucht nicht lange zu suchen. Es bieten sich Millionen an.
Wie einfach doch die Welt sein kann, bei Facebook ist es nur ein Button der gedrückt wird und schon hat man sein Urteil gefällt. "Gefällt mir-Gefällt mir nicht" so brutal und Realtiätsnah geht es im sozialen Netzwerk zu. Und schon brechen digitale Buttonkriege aus, gegen die der militärische Kampf um die letzten Ölreserverven in Vergessenheit gerät.
Facebook--Internet, nein, die beiden haben absolut nichts gemeinsam. War das Internet ursprünglich als dezentrale Rechnerstruktur gedacht, konzentriert sich nun die Digitale Welt der User durch Facebook auf eine Zentrale, eine Domain, einen Server. Facebook. Wäre Facebook nicht zu erreichen, viele würden an einen Ausfall des Internets denken. Facebook bestimmt, wer online sein kann und darf, kann damit auch Inhalte beeinflussen und sitzt wie ein Parasit in den Köpfen der Fakebooker.
Ohne grossartig zu überlegen, posten Eltern Fotos und Daten ihrer kleinen Kinder, Daten die zukünftig womöglich bei der Jobsuche durchaus relevant sein können. "Aha, schon als Dreijährige Druchfallprobleme und als 8.jähriger dem Lehrer die Zunge gezeigt......", eine optimale Fundgrube für Personalbwerter-Personalchefs oder "Human Resource Manager"(so wird man sie in einigen Jahren nennen).
Aber Kinder-Jugendliche haben es ohnehin schwer in der heutigen Digitalen Welt, den was ist peinlicher, als wenn einem Mama auf Facebook als Freund anfordert.
Und so richtig von der Menschheit überzeugt wird man dann, wenn auf den Hinweis es wäre klüger Facebook zu meiden, die Frage kommt :" Wozu brauchen dann Internet....?"