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Glitzerndes Leid

diamanten1.jpg Die unmenschlichen Arbeitsbedingungen in afrikanischen Minen sind eigentlich jedem bekannt. Um sich selber ein reines Gewissen zu produzieren, haben die Diamantenhändler den sogenannten Kimberley-Prozess geschaffen. Damit soll der Handel mit Blutdiamenten eingeschränkt werden.

 

Der Kimberly Prozess nützt jedoch den Arbeitern die unter oftmals unmenschlichen Umständen für einen Hungerlohn schuften wenig bis gar nichts.

Simbawe als trauriges Beispiel:
Auf den Marange-Diamentenfeldern im Osten Simbabwes werden der britischen BBC zufolge Zwangsarbeiter in einem Lager wie Gefangene gehalten und von Soldaten und Polizisten regelmäßig misshandelt. Die BBC beruft sich in einem TV-Bericht auf Augenzeugen, laut denen in den Minen Gewalt und sexueller Missbrauch an der Tagesordnung stünden.Ein ehemaliger Lagerinsasse schilderte der BBC, er habe seinerzeit in der Früh und am Abend 40 Peitschenhiebe erhalten. Er könne seitdem einen seiner Arme nicht mehr gebrauchen und nur mit Mühe gehen. Außerdem seien Hunde auf mit Handschellen gefesselte Gefangene gehetzt worden. Mehrere ehemalige Lagerinsassen sagten aus, regelmäßig seien Frauen vergewaltigt worden.

Diamanten aus Simbawe sind in Asien, Amerika und Europa sehr begehrt. Daher sind auch die zuständigen Stellen der EU skeptisch gegenüber den Berichten über Folter, Vergewaltigungen und Misshandlung. Sie wollen vor allem verhindern, dass der glitzernde Handel in ein schiefes Licht gerückt wird. Zu viel Geld steht dabei auf dem Spiel.
Simbabwe verfügt im Osten des Landes über eine der größten Diamantenvorkommen der Welt. Das Land soll über einen Diamanten-Vorrat im Wert von fünf Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) verfügen. 2009 war dem Regime nach zahlreichen Verstößen gegen die Menschenrechte von der internationalen Gemeinschaft verboten worden, Diamanten auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Hier kam der Kimberley Prozess einmal zu tragen.

Im Juni wurde das Verbot jedoch auf Weisung des derzeit amtierenden Chefs des sogenannten Kimberley-Prozesses zur Bekämpfung des illegalen Diamantenhandels, Mathieu Yamba (Demokratische Republik Kongo die wirtschafltich und auch militärisch stark mit Simbawne verbündet ist), überraschend aufgehoben ohne dass irgend eine Änderung an den Zuständen in Simbawne eingetreten wär oder ist.

In dem neusten Fall geht es um die Diamantenvorkommnisse im Marange-Tal, dem wohl größten Diamantenvorkommen im Süden Afrikas, welches 46 Quadratmeilen Fläche umfasst. Ein gigantisches Handelsvolumen ist hier zu vermuten, was dem Staatsoberhaupt Robert Mugabe die Finanzierung eines gewaltigen Wahlkampfs ermöglichen könnte und der EU intensive und gute Handelsbeziehungen zusichern würde.

weitere Infos: orf.at | zeit.de | ntv.de

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Kommentare

  • Schickes Smartphone

    Klaus E. 18.05.2012 21:44
    Textil, Elektronic, egal. Hautpsache billig. Und die Politiker der EU sehen dabei zu, den so halten sie ...

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  • Schickes Smartphone

    Meister 17.05.2012 08:20
    Erstaunlich, daß wir in Europa nicht in der Lage sind, solche Geräte selber zu produzieren. Bei Autos ...

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  • URA auch für Onlinespeicher

    Meister 17.05.2012 08:12
    schön langsam wird der Computer zum Geldeinwurfauto maten.

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  • Schickes Smartphone

    Georg 16.05.2012 22:34
    Das gilt aber dann für alle Elektronikgerät e, ob aus China oder Indien.

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  • URA auch für Onlinespeicher

    Claudia S. 11.05.2012 10:05
    Es ist eben die Aufgabe einer Kulturministeri n, Geld für die Finanzierung von Musikantenstadl und ...

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