Wikileaks ist nach wie vor aktiv und veröffentlicht Millionen E-Mails der US-Sicherheitsfirma Stratfor. Genau jenes Unternehmen, zu dessen Aufgaben im Auftrag der US Regierung auch der Kampf gegen Wikileaks gehörte.
Wie Wikileaks in einer Mitteilung im Internet erklärte, stammen die Mails aus der Zeit zwischen Juli 2004 und Ende Dezember 2011. Den Angaben zufolge legen sie die Arbeitsweise von Stratfor offen. Allerdings ist der Umfang derart unübersichtlich und umfangreich, dass es länger dauern dürfte, bis der Inhalt genau analysiert und durchgearbeitet ist. Das Material enthalte Informationen über das Vorgehen der US-Regierung gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange, hieß es weiter. In mehr als 4000 E-Mails kämen Assange oder Wikileaks vor.
Einige US-Medien bezeichnen Stratfor als „Schatten-CIA“, aber ausgerechnet das sogenannte "Sicherheitsunternehmen" scheint gewaltige Sicherheitsprobleme zu haben, den Stratfor war bereits auch im Dezember Ziel eines Angriffs geworden, der bisher den Netzaktivisten von Anonymous zugerechnet wurde. Damals wurden Links mit 75.000 Namen, E-Mail-Adressen, Kreditkartennummern und Passwörtern von Stratfor-Kunden gekappert. Zudem waren Benutzernamen und Passwörter von 860.000 Menschen einsehbar, die sich auf der Internetseite des Unternehmens angemeldet hatten. Auch rund 50.000 E-Mail-Adressen von Vertretern der US-Regierung wurden veröffentlicht.
Weitere Infos : Wikipedia über Stratfor | Wiener Zeitung