Freie Software, aber nicht für alle. Auf Drängen des US Aussenministeriums sperrte der Opensource Softwarehoster SourceforgeUsern aus den sogenannten "Schurkenstaaten" nun auch den Lesezugriff. Damit sind zahlreiche Entwickler von ihren Projekten getrennt,
Betroffen davon sind User aus dem Sudan, Kuba, uva. Diese Liste kann und wird auch, von den USA ständig erweitert und umfasst alle Länder, die der US Aussenpolitik nicht genehm sind.
Gerade zur Amtszeit des "Internet Präsidenten" Obama und seiner sich modern und freiheitsliebend gebenden Aussenministerin Clinton, verwundert dieser Schritt. Etwas unglücklich auch die Rechtfertigung von den Souceforge Betreibern, die zwar gezwungen sind, sich an bestehende Gesetze in den USA zu halten. aber auch nie die Möglichkeit in Betrach zogen, User oder Entwickler rechtzeitig auf diese möglichen Sperren hinzuweisen.
Wie der Community Editor Lee Schlesinger in einem Blog-Eintrag bestätigte,"Wir bedauern zutiefst, dass diese Sanktionen unter Umständen auch Menschen treffen, die keine böse Absichten hegen. .." Da haben wir es: es gibt auch in diesen Ländern "anständige" Menschen. Aha.
User, und Entwickler von über 110 000 Opensource Projekten sind von diesen Sperren betroffen. An Alternativen zu Souceforge würde sich Google Code anbieten, aber auch diese Server stehen unter US Recht und sind mit den Sperren versehen.
Warum gerade jetzt auf diese Sperren gedrängt wurde, lässt Freiraum für viele Vermutungen. Nützen können die Sperren vor allem der US Software Industrie, da auf diese Art die weitere Entwicklung zahlreicher Opensource Projekte verzögert wird.
Das Portal Souceforge gehört dem börsennotierten US-Unternehmen Geeknet, das auch die Nachrichtensite Slashdot und den Online-Shop ThinkGeek betreibt.
weiter Infos: Nur für User aus KEINEM SCHURKENSTAAT Sourceforge-Portal | Netzpolitik (deutsch)