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Applesklaven

foxconn-sklave-kl.jpg Die Menschenrechtsorganisation Change hat über 250.000 Unterschriften gesammelt mit denen sie Apple und Foxconn zu besseren Arbeitsbedingungen zwingen wollen. Und nun erfolgt der Aufruf zu Demonstrationen vor Aple Shops. Der Grund dafür, Apple lässt auch weiterhin unter menschenunwürdigen Bedingungen seine Produkte herstellen.

Apple, bekannt für sein Produktdesign, legt auch auf sein Image Wert. Doch der von Apple selbst vorgegebene Verhaltenskodex für ihre Zulieferer ist heisse Luft. Mehr Schein als Sein, eben Apple.

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Der Erfolg und Gewinn von Apple beruht darauf, dass die Geräte in Billiglohnländern gefertigt werden. Wie viele andere Firmen lässt Apple seine Gadgets vorwiegend in China fertigen, in den inzwischen berüchtigten Fabriken von Foxconn. Die Arbeiter dort müssen teilweise sieben Tage die Woche arbeiten. Sie übernachten dann oft in überfüllten Schlafsälen, und manche müssen so lange stehen, dass ihre Füße anschwellen und sie nicht mehr gehen können. Auch Kinder haben an Apple-Produkten mitgearbeitet. Die Zulieferer sind oftmals mit giftigen Abfällen unsachgemäß umgegangen und haben Dokumente gefälscht. Das ergaben Berichte des Konzerns und von unabhängigen Beobachtern in China. Besonders problematische ist für die Beobachter, dass einige Zulieferer keine Rücksicht auf die Gesundheit ihrer Arbeiter nehmen. Vor zwei Jahren wurden 137 Arbeiter verletzt, weil sie iPhone-Displays mit giftigen Chemikalien gesäubert haben. Innerhalb von sieben Monaten gab es im vergangenen Jahr zwei Explosionen, bei denen vier Menschen getötet und 77 verletzt wurden. Vor diesen Explosionen wurde Apple gewarnt, dass in einer der betroffenen Fabriken, in Chengdu, gefährliche Bedingungen herrschen würden.

Apple ist aber durchaus nicht der einzige Elektronikkonzern, dessen Geräte unter solchen Bedingungen hergestellt werden. Auch bei Dell, Hewlett-Packard, IBM, Lenovo, Motorola, Nokia, Sony, Toshiba und anderen wurden Versäumnisse dokumentiert.

Der Apple Witz: "Supplier Code of Conduct"
Apple behauptet, dass sich dank seines "Supplier Code of Conduct" die Arbeitsverhältnisse in den Fabriken verbessert hätten. In seinen jährlichen "Supplier Responsibility"-Berichten zeigt der Konzern Missstände auf. In dem Bericht vom Dezember 2011 hat Apple auch erstmals viele seiner Zulieferer bekanntgegeben.
Der Konzern schrieb:
"Die Arbeitsbedingungen in der Apple-Zuliefererkette sind sicher. Arbeiter werden mit Respekt und Würde behandelt, und der Herstellungsprozess ist umweltverträglich."
Ein Jahr darauf berichtete die britische "Mail on Sunday", dass Arbeiter in einer Fabrik, die iPods herstellte, lange arbeiten mussten, Liegestütze als Strafe bekamen und in überfüllten Schlafsälen übernachten mussten. Aufgedeckt wurden auch Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Fälschungen von Berichten, unsachgemäßer Umgang mit Giftmüll und Verletzungen durch giftige Chemikalien bei mehr als hundert Arbeitern.

"Wenn man jedes Jahr die gleichen Vergehen sieht, heißt das, das Unternehmen ignoriert die Probleme und löst sie nicht", sagt ein ehemaliger führender Apple-Mitarbeiter. "Nichtbeachtung wird toleriert, wenn der Zulieferer verspricht, es das nächste Mal besser zu machen. Wenn wir es ernst meinen würden, könnten wir die Verstöße beenden."

Gegenüber der "New York Times" sagte ein ehemaliger Arbeiter von Foxconn, einem der wichtigsten Zulieferer von Apple: "Apple hat sich um nichts anderes gekümmert, als die Produktqualität zu erhöhen und die Produktionskosten zu senken. Das Wohlergehen der Arbeiter hat sie nicht interessiert."

Andere ehemalige Apple-Mitarbeiter berichten, dass die Verantwortlichen tatsächlich die Bedingungen in den Fabriken verbessern wollen. Allerdings ende das Engagement, wenn es Probleme mit einem Zulieferer gebe oder neue Produkte schnell geliefert werden müssten.
Andere Unternehmen berichten von einem ähnlichen Druck. Das System sei zwar nicht schön, behaupten sie, aber eine radikale Überarbeitung würde die Innovationen verlangsamen. Und Kunden würden nun einmal jedes Jahr neue, aufregende Geräte wollen. Applejünger in den USA und Europa wollen rasch bedient werden.

Und was mein Apple:
Mit 46,3 Milliarden US-Dollar Umsatz und einem Gewinn von 13,1 Milliarden US-Dollar war es eines der erfolgreichsten Quartale eines Unternehmens in der Geschichte. Die Führungskräfte meinten, der Umsatz hätte noch höher sein können, wenn die Fabriken in Übersee mehr produzieren hätten können.

 

weitere Infos: derFalter

 

| change.org | derSpiegel

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Kommentare

  • Schickes Smartphone

    Klaus E. 18.05.2012 21:44
    Textil, Elektronic, egal. Hautpsache billig. Und die Politiker der EU sehen dabei zu, den so halten sie ...

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  • Schickes Smartphone

    Meister 17.05.2012 08:20
    Erstaunlich, daß wir in Europa nicht in der Lage sind, solche Geräte selber zu produzieren. Bei Autos ...

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  • URA auch für Onlinespeicher

    Meister 17.05.2012 08:12
    schön langsam wird der Computer zum Geldeinwurfauto maten.

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  • Schickes Smartphone

    Georg 16.05.2012 22:34
    Das gilt aber dann für alle Elektronikgerät e, ob aus China oder Indien.

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  • URA auch für Onlinespeicher

    Claudia S. 11.05.2012 10:05
    Es ist eben die Aufgabe einer Kulturministeri n, Geld für die Finanzierung von Musikantenstadl und ...

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- Und ein Impressum gibts auch !